Bau der Martinskirche

Der vollständig erhaltene Dachstuhl der Martinskirche aus dem Jahr 1132

Der Bau der Martinskirche, wie sie in ihren wesentlichen Teilen bis heute erhalten ist, wurde wahrscheinlich um das Jahr 1065 von Graf Adalbert (genannt Atzimbart) begonnen. Nach seinem Tod folgte als zweiter Bauherr sein Sohn Gottfried, Pfalzgraf bei Rhein.

 

Geweiht wurde die Kirche am 4. Juli 1083. Das war rund fünf Jahrzehnte vor ihrer Fertigstellung. Als Quelle für das Weihedatum dient die "Sindelfinger Chronik", die im dreizehnten Jahrhundert von zwei Sindelfinger Chorherren anhand mündlicher Überlieferungen begonnen wurde.

 

Allerdings wurde zum damaligen Zeitpunkt vermutlich ein Provisorium, eine im Bau befindliche Kirche, geweiht. Offenbar war die Vorgängerkirche bereits so weit abgerissen, dass sie nicht mehr als Kirche dienen konnte, nur so lässt sich die Weihe der Kirche vor ihrer Fertigstellung erklären.