Kochfähige Stoffmasken: ein Zeichen der Rücksichtnahme - Aufruf zur Herstellung - Abgabe in der offenen Martinskirche

Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere all jene, die in ihrem beruflichen und familiären Alltag mit dem gefährdeten Personenkreis zu tun haben, wollen Rücksicht nehmen und dies mit dem Tragen einer Maske zeigen. Denn der häufigste Übertragungsweg des Coronavirus geschieht über Tröpfchen. Mit einer Maske wird die Streuung reduziert.

Eine selbstgemachte Atemschutzmaske gegen das Coronavirus ist also ein demonstrativer Akt und zugleich ein symbolischer Appell an die Verantwortung. Sie zu tragen ist Ausdruck solidarischer Höflichkeit (Chefvirologe der Berliner Charité Dr. Drosten) und Ausdruck der gegenseitigen Fürsorge und Rücksichtnahme. Es ist definitiv keine Selbstschutzmaßnahme. Durch das Tragen einer Maske verringert sich das Risiko, selbst am Coronavirus zu erkranken, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen u.a. des RKI nicht - aber das Risiko, andere über Tröpfcheninfektion zu infizieren, kann verringert werden.

Eine solche selbst genähte, doppellagige Atemschutzmaske (Anleitung siehe hier) muss aus einem bei 95 Grad waschbaren Stoff hergestellt sein, etwa aus Baumwolle (neu oder gebraucht, z.B. aus T-Shirts).

Wir rufen hiermit dazu auf Atemschutzmasken aus Baumwolle zu nähen und - sofern keine Verwendung im eigenen Umfeld besteht – diese in der Martinskirche abzugeben. In der täglich – außer montags - geöffneten Martinskirche steht eine Kiste bereit, in die die Masken eingeworfen werden.

Ev. Kirchengemeinde Sindelfingen - "Helfen statt Hamstern"

Glockengeläut als Zeichen für Verbundenheit angesichts der Corona-Pandemie

Ab Samstag, den 28. März, läuten in Sindelfingen jeden Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken. Das Glockenläuten soll ein Zeichen für Solidarität und interreligiösen Zusammenhalt angesichts der Verbreitung des Corona-Virus setzen. Initiiert und unterstützt wird die Aktion von den evangelischen, katholischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften in Sindelfingen. Die Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum allabendlichen, gemeinsamen Innehalten ein.

 

Dazu Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer: „Die Ausbreitung des Corona-Virus und die damit verbundenen Maßnahmen bedeuten einen großen Einschnitt in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger, sie sind verbunden mit Unsicherheiten und sozialer Isolation – den Alltag, wie wir ihn kennen, gibt es aktuell nicht mehr. Ich freue mich deshalb über dieses wichtige Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Und ich freue mich, dass die Aktion in einer internationalen Stadt wie Sindelfingen gemeinschaftlich von den evangelischen, katholischen und muslimischen Glaubensgemeinschaften in der Stadt getragen wird.
 
Das abendliche Glockenläuten gibt uns Gelegenheit zum gemeinsamen Innehalten und dazu, uns in diesen Zeiten, trotz weitreichender Kontaktverbote, miteinander verbunden zu fühlen. Unsere Gedanken und Wünsche sind in diesen Momenten auch ganz besonders bei denjenigen, die sich mit dem Virus infiziert haben. Wir gedenken auch der Opfer der Pandemie und ihrer Angehörigen.
 
Außerdem wünschen wir denjenigen viel Kraft, die in der aktuellen Lage täglich an ihre Grenzen gehen – insbesondere den medizinischen Kräften.
 
Den Augenblick kann jede Bürgerin und jeder Bürger ganz individuell gestalten – mit Liedern, einem Gebet oder ganz einfach einem Moment der Stille. Ich lade Sie ganz herzlich dazu ein!“
 
In Sindelfingen läuten die Glocken erstmals am Samstag, den 28. März um 19.30 Uhr.

Gottesdienst am Küchentisch

Auch wenn wir uns nicht mehr in der Kirche versammeln, so können wir doch Gottesdienst in unseren Häusern feiern: allein, mit dem Partner oder mit der Familie - und uns dadurch miteinander verbinden.

Was man braucht: einen stillen Raum, eine Kerze, eine Bibel. Mehr eigentlich nicht. Einen Ablauf für den „Gottesdienst am Küchentisch“ mit Gebeten und dem Predigttext zum jeweiligen Sonntag findet sich hier. Ergänzend kann man auf der Homepage der evangelischen Kirche Sindelfingen die Predigt anhören. Sie liegt auch in den Kirchen zum Mitnehmen bereit.

Martinskirche ist geöffnet

Wir weisen darauf hin, dass die Martinskirche und die Versöhnungskirche auch jetzt für Einzelpersonen geöffnet sind.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Martinskirchengemeinde

Fastenaktion der evangelischen Kirche 2020 - "Zuversicht! 7 Wochen ohne Pessimismus"

Predigten vergangener Gottesdienste finden Sie unter Gemeindeleben, "Predigten"

Weitere Informationen finden Sie unter https://7wochenohne.evangelisch.de/

 

 

Die Evangelische Martinskirchengemeinde in Sindelfingen

 

Die Martinskirche ist die zentrale Evangelische Kirche der Stadt Sindelfingen. Seit vielen Jahrhunderten ist das Leben der Einwohner Sindelfingens mit dieser Kirche verbunden.

In ihr zeigt sich ein gehöriger Teil der Identität der Stadt. Sie hat die Stadtgeschichte Sindelfingens und der Region wesentlich beeinflusst. Ihre wohltuende Präsenz ist bis heute in Sindelfingen spürbar

Die Martinskirchengemeinde verkündet den Glauben an Gott, die Liebe zu den Menschen gleich welcher Religion oder Kultur,  und die Hoffnung auf ein befreites Leben für alle Menschen. Durch sie werden – im Verbund mit den Kirchen weltweit - Spuren von Jesus Christus auch in unserer heutigen Zeit sichtbar.

Sie haben Interesse an Glaubensfragen? Sie möchten heiraten oder Ihr Kind taufen lassen? Sie möchten sich engagieren? Dann sind Sie bei uns richtig!

Unsere Gemeinde ist Teil der Evang. Gesamtkirchengemeinde Sindelfingen und des Evang. Kirchenbezirks Böblingen.

  • Meldungen aus der Landeskirche

  • 01.04.20 | Virenfreies Lernen im Homeoffice

    Das Evangelische Medienhaus bietet angesichts der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen zahlreiche neue digitale Bildungsmöglichkeiten an. So gibt es am Freitag, 3. April, ab 10 Uhr ein kostenloses Webinar „Medienrecht & Kirche in Corona-Zeiten“.

    mehr

  • 01.04.20 | Geschützt vor Corona, bedroht in der Familie

    Die gute Nachricht zuerst: Rund zwei Wochen nach Inkrafttreten strenger Kontaktbeschränkungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie „vermerken wir noch keine signifikante Häufung von häuslicher Gewalt“, berichtet Diplom-Sozialarbeiterin Christiane Scheible vom Verein „Frauen helfen Frauen“ in Ulm. Sie fügt aber hinzu: Dies könne sich „unserer Einschätzung nach jederzeit ändern“.

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  • 01.04.20 | Erste Dekanin Süddeutschlands gestorben

    Marianne Koch ist tot. Die erste Dekanin Süddeutschlands starb am Montag, 30. März, im Alter von 89 Jahren in Metzingen. Sie habe viele Frauen in der Landeskirche ermutigt, Leitungspositionen zu übernehmen, würdigte Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July.

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